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Die spinnen, die Schweden - und die ZEIT auch

28. August 2009

Da will man ganz gemuetlich in den Schabbat starten - und ist schon wieder gleich mitten drin im Getuemmel. Wer mir diesmal das Wochenende vermurkst? Die Schweden, genauer gesagt die schwedische Zeitung Aftonbladet. Laut der ZEIT ist sie eine Boulevardzeitung, und das scheint sie dann jedweder Pflicht der Recherche oder des guten Geschmacks zu entheben. Daniel Boström, freier Autor fuer die Zeitung, hat naemlich dort behauptet- und jetzt kommts- dass israelische Soldaten Organe toter Palaestinenser stehlen wuerden.

Diese Behauptung ist so verrueckt, so fern jedweder Realitaet, dass sich bestimmt ein paar Anhaenger dafuer finden, die dann wieder obskure Blogs ins Netz stellen…aber darum geht es ja gar nicht, sondern um die Tatsache, dass dieser Boström fragwuerdige Indizien heranzieht, die dazu noch 16 Jahre alt sind, und sich trotz dieser angeblich ach so gross angelegten Aktionen keine Belege fuer diese Behauptungen finden lassen. Wen hat er herangezogen? Laut eigener Aussage palaestinensische Familienmitglieder eines 1992 von der israelischen Armee erschossenen Mannes - mehr Beweise hat er nicht, wie er auch zugegeben hat. Und nun hat auch noch die Jerusalem Post die Familie ausfindig gemacht, die sich nicht daran erinnern kann, einem auslaendischen Journalisten erzaehlt zu haben, dass die Organe ihres Sohnes gestohlen wurden.

Die ZEIT findet aber, dass die Empoerung Israels und die Forderung Netanjahus, den Artikel zu verurteilen, gegen die Meinungsfreiheit gegen und die ja sowieso hochzuhalten ist. Das ist schon eine sehr krude Argumentation -wen ich jetzt also etwas behaupten wollen wuerde, ohne dafuer Beweise zu haben (Deutschland ist in Organhandel verwickelt, Merkel handelt mit Drogen, ach, der Einfaelle gibt es genug…), dann faellt das schon unter Meinungsfreiheit???

Es ist die Aufgabe eines Journalisten, seine Leser zu informieren und dafuer zu recherchieren -aber letzteres faellt dieser Tage ja leider mehr und mehr unter den Tisch. Wieviele Leute werden jetzt den Inhalt dieses Artikels nachplappern und in ihm einen weiteren “Beweis” fuer das “unmenschliche” Vorgehen Israels suchen? Das kann ein lustiges Wochenende werden…

Michael Jackson is back!

20. August 2009

Naja, fast. Ahem. Zumindest hat er einen juedischen Nachfolger: Mendel Jacksonstein. Der gebuertige New Yorker ist dabei kein gewoehnliches Jackson Double: Er gibt bekannten Songs des “King of Pop” einen ganz eigenen, juedischen Twist. Kostprobe gefaellig?

Zur Melodie von “The way you make me feel”

Hey Pretty Isha With The
Sheitel On
You Give Me Nachas
Like I’ve Never, Ever Known
You’re Just A Product Of
Menchiness
I Like The crackle Of
Your Matzohs,
Your Talk, Your Dress that covers your knees
I Feel Your Berakhah
From Miles Around
I’ll Pick You Up In My Car (assuming it’s not Shabbat)
And We’ll Respect The Town
Just Smile at me Nice
And Tell Me Twice
That You’re The Beshert For Me

The Way You Make Me Qvell
(The Way You Make Me Qvell)
You Really Turn Me On to the Torah
(You Really Turn Me On to the Torah)
You Knock Me Off Of the Bimah
(You Knock Me Off Of the Bimah)
My Shlimazl Days Are Gone
(My Shlimazl Days Are Gone)

Die Frage ist nur: Gibt es den Mann wirklich oder hat man sich das bei www.aish.com nur ausgedacht? Es gibt naemlich weder ein Video noch eine Homepage von dem Mann, der die komplizierten Tanzschritte “Goyish Robot” und “Shabbat Shuffle” erfunden haben soll…hmm, sollten wir wirklich wieder auf die alten, langweiligen Doubles zurueckgreifen muessen?

Aber es gibt ja noch Shlock Rock! Lenny und seine Crew geben Mainstream Popsongs bereits seit den Achzigern einen juedischen Touch- schonmal “Eshet Chayil” mit der Melodie von “Pretty Woman” gehort? Sein “Baruch Hagever” ist geradezu ein Klassiker auf jeder Hochzeit, und auch nach seinem Umzug nach Beit Schemesch ist der Amerikaner weiterhin gefragt. Das Beste aber ist: Es gibt ihn wirklich! Und ich habe Beweise! ;-) Auf seiner Homepage kann der geneige Hoerer auch saemtliche Songs und Cds downloaden. Also, beat it!

www.shlockrock.com/main.php?p=0&alb=2&polrt=1&polresrt=2

Eine Meerjungfrau in Haifa!

12. August 2009

Es scheint, unser freundliches Monster Loch Ness hat Verwandschaft: In der schoenen Hafenstadt Haifa soll laut einiger Strandbesucher eine Meerjungfrau gesichtet worden sein! Oben Maedchen, unten Fisch - das haben mehrere Menschen unabhaengig voneinander behauptet. Komisch nur, dass keiner davon anscheinend sein Handy griffbereit hatte, um ein Foto zu machen - wo die Israelis sonst doch so technikverliebt sind…

Die Stadt Haifa traut der ganzen Sache anscheinend auch noch nicht so ganz, weswegen sie jetzt die enorme Summe von einer Million Dollar fuer denjenigen angesetzt hat, der ein anstaendiges Foto dieses Wesens vorweisen kann. Photoshop, ick hoer dir trapsen…

Keine Cornflakes mehr für Seinfeld

20. Juli 2009

Erinnert sich noch jemand an diese wunderbare Serie, die erst nach der dritten Staffel die Herzen der Zuschauer eroberte, dann aber die beliebteste aller Zeiten wurde? “Seinfeld” und seine Kumpanen taten eigentlich - nichts! Das heißt, sie stolperten von einer Katastrophe in die nächste und wurden in der letzten Staffel schließlich für ihren ausgeprägten Egoismus bestraft. Die Serie galt zunächst als Flop, sie sei “too much New York and too jewish”…dabei sind in der Serie nur George und Jerry jüdisch (was man allerdings kaum merkt), die (jüdische) Julia Louis- Dreyfus spielt die nichtjüdische Elaine, und Georges Vater zelebriert nur das antireligiöse und von ihm selbst erfundene Fest “Festivus” mit einer Stahlstange. Wer bisher noch keine Zugang zu der Serie hat: Sie funktioniert eigentlich nur im amerikanischen Original, in der deutschen Version verlieren die meisten Witze - nun ja, ihren Witz…

Nach der achten Staffel beschloss Jerry Seinfeld, die Serie endgültig hinter sich zu lassen, und tat das, was man macht, wenn man endlich erwachsen werden will: Er heiratete. “From all the nice jewish girls, she was the nicest”, und so wurde Jessica dann Frau Seinfeld. Bereits ein Jahr später kam das erste gemeinsame Kind zur Welt, heute sind es derer drei. So ließ Jerry sein Alter ego, das immer mit heraushängendem Hemd in der Küche stand und nur Cornflakes zu essen schien, endgültig hinter sich.

A propos Cornflakes: Die sind im Hause Seinfeld nun bestimmt nicht mehr das Hauptnahrungsmittel. Nicht nur, weil man zu den reichsten Entertainern im Land gehört, nein: Jessica hat ihr eigenes Kochbuch herausgebracht. Und zwar eines, das zeigt, wie man Kinder überlisten und ihnen den ungeliebten Spinat in Brownies unterschmuggeln kann. Pita Pizza gehört ebenfalls dazu! Jessica Seinfelds “Deceptively delicious” Kochbuch enthält Rezepte, sie auch mit Kindern nachzukochen sind, und lesen sich so lecker, dass man gleich selbst zum Kochlöffel greifen will. Kostprobe gefällig? Die und einiges mehr gibt es unter:

www.oprah.com/package/food/healthyeating/pkgjessicaseinfeldsdeceptivelydelicious/20070918_expert_deceptivelydelicious

Keine Cornflakes mehr für Seinfeld!

Jüdisch spielen

11. Juni 2009

Barbie soll ja jüdisch sein, so genau weiß das keiner - es macht sowieso keinen Unterschied, weil die berühmteste Puppe der Welt so amerikanisch ist wie apple pie. Aber auch das kann einmal langweilig werden, und so haben sich die Spielzeughersteller etwas Neues ausgedacht:
American Girl dolls. Das sind Puppen, die jeweils eine Epoche in der amerikanischen Geschichte repräsentieren - von dem Sklavenmädchen über die deutsche Neueinwanderin bis zum Hippie. Und da darf ein nettes jüdisches Mädchen natürlich nicht fehlen! Rebecca Rubin ist ursprünglich aus Russland (und darf passenderweise einen russischen Schal zu ihren Accessoires zählen), lebt nun aber in New York. In insgesamt sechs Büchern zur Puppe darf sie sich in allerlei Geschichten austoben, vom ersten Kinobesuch bis zur Ankunft ihrer Cousine. Aber was macht sie jüdisch? Nun, als Accessoire kann man das Schabbatset erwerben: Zwei Kerzenleuchter, eine Challah (wieso nur eine? Naja, egal), ein Samowar mit Gläsern zum Teekochen und ein Päckchen Ceylon Tee gehören dazu. Interessanterweise haben die Hersteller das wichtigste - Essen! - weggelassen. Rebecca soll auch eine Menorah und Latkes für Channukah besitzen, aber die konnte ich online nicht entdecken. Dennoch ist Rebecca schon ein Star, so wie die ganze Kollektion - ihr Schabbatset soll bereits für zwei Monate im voraus ausverkauft sein.
Eines aber ist Rebecca nicht: Günstig. $95 kostet die Puppe mit Buch, $68 ihr Schabbatset - da überlegt man sich doch, ob man nicht einfach mal wieder selber Schabbat feiert. Und die Barbies der Kinder mit an den Tisch setzt…

www.store.americangirl.com/agshop/static/home.jsf

Es gibt was umsonst!

09. Juni 2009

…und als ich das herausgefunden hatte, hieß es natürlich gleich: Das muss in den Blog! Chabad ist so nett und stellt dem geneigten Hörer drei- ja, drei! - Cds von Avraham Fried kostenlos im Netz zur Verfügung. Wie wir wissen, ist Avraham Fried einer der bekanntesten modernen jüdischen/chassidischen Sänger und weltweit sehr gefragt (nein, er hat keine eigene Homepage…).
Auf dieser Seite kann man sich nun einige seiner Lieder anhören. Netterweise werden zu jedem Lied auch Erklärungen über Hintergrund und Entstehung geliefert. Ich empfehle besonders “Karehod” und “Ein od milvado” auf der letzten Cd “Avinu malkeinu” (Unser Vater, unser König), aber jeder kann sich seinen Lieblingsson aussuchen ;-)

www.chabad.org/multimedia/media_cdo/aid/254238/jewish/Avraham-Fried.htm

Der koschere Knigge

04. Juni 2009

Heutzutage gibt es ja für alles einen Knigge: Wie man sich im Restaurant, im Ausland oder im Job benimmt, wurde schon schriftlich festgehalten. Aber ein Knigge für den Umgang mit Juden? In Deutschland durchaus notwendig, meint der Autor Michael Wuliger: “Bitte reden sie einfach mal nur übers Wetter!” Aber nein, immer geht es gleich um Auschwitz oder die Lage in Israel. Dabei würde seine Buchfigur Herr Blumberg doch einfach nur gerne über die Bundesliga oder die Abwrackprämie reden - ohne Erfolg. Damit sich das ändert, hat Herr Wuliger nun diesen schönen Ratgeber geschrieben und auch ein Interview gegeben, das man sich hier anhören kann:

www.swr.de/kultur/buch/derkoschereknigge/-/id=3260/nid=3260/did=4925596/4ka0o9/index.html

Welchen Erfolg der Knigge hat? Wir sind gespannt!

Die DDR - was haben die eigentlich so gemacht?

26. Mai 2009

Vor einigen Jahren habe ich sechs Wochen in Potsdam verbracht und erfuhr dort einiges über den Umgang der DDR mit der Nazizeit- nämlich, dass eigentlich gar nicht mit ihr umgegangen wurde. Das “Dritte Reich” war offiziell ein Marionettenregime gewesen, dessen Ziel die Unterdrückung der Arbeiterklasse war. Tscha, DARAUF wärt ihr wohl auch nicht gekommen, nicht wahr Kinder? Aber es wird noch viel verrückter! Wie verrückt, dass hat die Bundeszentrale für politische Bildung ( der eine oder andere wird sich vielleicht noch erinnern, das sind die, die immer diese netten schwarzweißen Heftchen gedruckt haben, die man in der Schule bekam) in einem sehr aufschlussreichen Artikel zusammengefasst- aufgepasst, es geht los:

www.bpb.de/themen/I2CRVI,0,0,Antisemitismus_in_der_DDR.html

Einen interessanten Einblick in das Leben der DDR gibt der ehemalige DDR- Spionagechef Markus Wolf, dessen Vater Jude war, in einem Interview mit hagalil:

www.hagalil.com/schweiz/rundschau/inhalt/wolf.htm

Faule Äpfel

24. Mai 2009

In den USA hat sie viel Aufsehen erregt, hier kennt sie vielleicht nicht jeder: Die Geschichte von Herman Rosenblat und dem Apfel, genauer gesagt den Äpfeln. Diese soll ihm nämlich ein neunjähriges Mädchen über den Zaun des Lagers Buchenwald geworfen haben, als er dort inhaftiert war. Zwölf Jahre später traf er genau dieses Mädchen bei einem Blind Date in den USA wieder und verliebte sich in sie, anfangs ohne zu wissen, wer genau sie war. Letztes Jahr feierte das Paar Goldene Hochzeit.

Der letzte Satz ist aber auch das Einzige, was an der Geschichte wahr ist. Rosenblat, dessen Memoiren mit dieser Geschichte gerade vor dem Druck standen, hat die Geschichte frei erfunden: “Ich wollte die Menschen glücklich machen”, so seine sehr merkwürdige Begründung; “It wasn’t a lie. It was my imagination, and in my mind, I believed it. Even now, I believe it.”
Kenneth Waltzer von der Michigan Stat University glaubte sie nicht: Er recherchierte gerade zu einem Buch über das KZ Buchenwald und fragte andere Häftlinge, ob sie Rosenblat kannten und seine Behauptung für glaubwürdig hielten. Sie wiesen darauf hin, dass ein solches Übergeben von Äpfeln aufgrund der Lage Buchenwalds gar nicht möglich gewesen wäre. Zudem lebte die Familie seiner Frau Rosa mit ihr über 200 Meilen von dem KZ entfernt.
Zuvor war Rosenblat bereits zweimal bei Oprah Winfrey aufgetreten, die diese Geschichte gleich als “die größte Lovestory, die wir jemals im Fernsen erzählt haben” wertete.
Rosenblat äußerte sich im Februar 2009 nun selbst in einem Video zu seinen Lügen- hier kann man sich das Video ansehen:

www.youtube.com/user/HermanRosenblat

Na, immerhin darf sich der Verlag trösten, dass auch andere schon auf gefälschte Biographien hereingefallen sind - so ist auch die Geschichte eines weißen Mädchens, das in einem schwarzen Ghetto in in LA aufwuchs, nur der Phantasie entsprungen. Dabei war sogar schon die Kinderversion der Biographie unter dem Titel “Angel Girl” geplant.
“Der Engel am Zaun” so der Titel des geplanten Buches, hat sich als Korb fauler Äpfel entpuppt. Verfilmt werden soll Rosenblats Lügenmär aber dennoch- weils so schön ist…

15. Jüdisches Filmfest in Berlin und Potsdam

05. Mai 2009

Es ist wieder soweit: Bereits zum 15. Mal werden in der Haupstadt und ihrer kleinen Schwester Potsdam Filme mit jüdischen Themen gezeigt, und zwar Werke aus aller Welt. Obacht allerdings beim Eröffnungsfilm: Dessen Handlung ist frei erfunden und wurde aufgrund mangelnder Nähe zur Realität bereits kritisiert. zum Beispiel hier:

www.aish.com/societyWork/arts/The_Boy_in_the_Striped_Pajamas.asp

Bruno, der neunjährige Sohn eines Kommandanten in Auschwitz, trifft sich jeden Tag an einer unbeobachteten Stelle am Zaun mit einem gleichaltrigen Lagerinsassen, den er beneidet, weil der immer im Pyjamas herumlaufen darf. Er weiß weder, was ein Jude ist, noch was im Lager geschieht- der andere Junge erzählt es ihm nicht, und auch in seiner Umgebung deutet nichts darauf hin. Unrealistisch? Ziemlich….aber das kann der geneigte Zuschauer selbst entscheiden. Dann allerdings nicht am 3. Mai bei der Eröffnungsgala, die ist nämlich nicht öffentlich, sondern am 7. Mai im Kino. Na, was solls…
Philosophisch wird es dann bei “God on trial”, einem Film, der im Oktober 2008 erstmals von der BBC ausgestrahlt wurde und von einer Geschichte in Eli Wiesels Buch “The Trial of God” inspiriert wurde. Er dreht sich um die Frage, ob Gott seinen Bund mit dem jüdischen Volk im Holocaust (oder durch ihn?) gebrochen hat. Theologisch zumindest kann man die Frage verneinen, menschlich ist sie immer wieder aktuell.

Überhaupt scheint es im jüdischen Film momentan zwei Haupttehmen zu geben: Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust und desse Folgen und die Beziehungen zwischen Muslimen und Juden. Zu letzterem Thema passen die Filme “Arranged” und “The wedding song” in denen es um die Freundschaft eines jüdischen und eines muslimischen Mädchens geht. Der erste spielt in Brooklyn, der zweite im Tunesien der Vierziger Jahre. Vielleicht eine gute Gelegenheit, beide Film anzusehen und einen Vergleich zu ziehen- an alle Studenten, ihr habt ein Hausarbeitsthema! ;-)
Aber es gibt auch komische Filme wie “Bart got a room”, in dem ein schüchterner Jugendlicher verzweifelt nach einer Partnerin für seine Highschool- Promfeier sucht und nicht bemerkt, dass er in seiner ebenfalls jüdischen Mitschülerin die ideale Partnerin hätte. Das halb autobiographische Werk befasst sich jedoch nicht so eingehend mit der jüdischen Identität, wie das “Hello Goodbye” tut: Dort geht es um ein französisches Paar, das nach Israel auswandert. In der Komödie treten neben Gerard Depardieu und Fanny Ardant auch die israelischen Schauspieler Lior Ashkenazi und Sasson Gabbai, den viele vielleicht noch aus “Der Besuch der Band” kennen, auf.

Ich bin ja ein Fan von Dokumentationen, und das Filmfestival bietet Leuten wie mir eine besonders interessante Doku: “Killing Kasztner”. Der Mann des gleichen Namens rettete durch Verhandlungen mit Eichmann 1700 Juden das Leben, wurde aber von einem israelischen Gericht später der Kollaboration beschuldigt und fiel schließlich einem Attentat zum Opfer. Die Regisseurin Gaylen Ross hat den kontroversen Fall wieder aufgerollt.
“Menschliches Versagen”, ebenfalls eine Doku, beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit die zivile Bevölkerung in Deutschland von der Enteignung der Juden in Europa profitiert hat, und macht sich in Köln und München auf Spurensuche.

Sehr viel Aufsehen erregte auch der im Comicstil gehaltene Film “Waltz with Bashir”, der den ersten Libanonkrieg zum Thema hat.

Dies ist nur eine kleine Auswahl aller Werke, die bei diesem Festival laufen werden- alle Interessierten finden weitere Informationen auf der offiziellen Homepage:

www.jffb.de/programm.php