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Hunger!

Was haben eine altbabylonische Tonfiguren und eine Pepsi mit Hechscher (koscherem Zertifikat) gemeinsam? Sie teilen sich die Räume der Ausstellung “Koscher & Co. Über Essen und Religion” des Jüdischen Museums in Berlin. Dort nähert man sich dem Thema koscheres Essen und dessen Bedeutung für das Judentum auf plastische Art: So wird mithilfe einer langen Karawane aus Spielzeugtieren, von denen einige aufrecht stehen, andere liegen, der Unterschied zwischen koscheren und nichtkoscheren Tieren visuell sichtbar gemacht. Video- und Hörstationen gehen einen Schritt weiter und erklären, was eigentlich notwendig ist, damit Lebensmittel als koscher gelten- von Fleisch bis Fisch gibt es da einiges zu beachten.
Deshalb darf auch die neueste technische Errungenschaft, der “Bug Checker”, nicht in der Sammlung fehlen- das tragbare Leuchtpult macht es einfach, Insekten im Salat zu erkennen, deren Verzehr von der Perspektive der Torah aus gesehen meist schlimmer ist als der eines Schinkens- dabei übertritt man nur EIN Gebot, so ein kleines Insekt kann schonmal vier bis sechs Gebote beinhalten, die dann gebrochen werden. Und wer will einen Wurm im Salat haben? Eben.
Insgesamt 700 Exponate haben die Aussteller zusammengetragen, um Interessierten einen Einblick in das zu geben, was gemeinhim unter dem Namen “koscher” bekannt ist. Natürlich werden auch die einzelnen Speisegesetze erläutert, die mit Feiertagen oder besonderen Ereignissen zusammenhängen: Was wäre Schabbat ohne Challot oder Pessach ohne Mazza? Für die historisch Interessierten werden auch die Opfergaben im Tempel erklärt und Vergleiche zwischen anderen Religionen und deren Ess- und Trinkgewohnheiten aufgezeigt. Und wer etwas zu Hause nachkochen will: Nur zu! Einfach den eigenen “Koscher & Co” Löffel der Ausstellung mit nach Hause nehmen und auf der unten angegeben Homepage den fünfstelligen Code eingeben- schon tauchen sie auf, die Rezepte.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Februar zu sehen, der Eintritt kostet vier Euro.

Jüdisches Museum, Lindenstr. 9 - 14, Kreuzberg, bis 28. Februar, täglich 10 - 20 Uhr, Mo bis 22 Uhr
www.jmberlin.de/koscher/

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