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Archiv für Oktober 2008

Berliner Hochzeit im Netz!

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Es scheint, man kann in der juedischen Welt noch immer nicht ganz glauben, dass es auch juedische Hochzeiten in Deutschland gibt. Nachdem es jedes Jahr mehrmals in Berlin “Mazal tov!” heisst, hat nun eine dieser Simchas endlich Eingang in eine juedische Seite gefunden: “Yeshiwa News” berichtet dieser Tage eingehend und mit Fotos von der Hochzeit von Dovid Geballe, frueher Student in der Berliner Jeschiwa, und Rita Schwarz, die ebenfalls im juedischen Seminar fuer Maedchen dort lernte. Sogar einige bekannte Rabbiner waren anwesend, die mit dem Paar befreundet sind- wohl einer der Gruende, warum darueber berichtet wurde. Ich erinnere mich: Auch auf einer Hochzeit 2005 in Berlin gab es einen Fotografen, der das Ganze fuer eine Zeitung ablichtete. Tscha, geben wir es zu, solche Ereignisse sind in Deutschland doch immer noch etwas Besonderes. Zwar gibt es mittlerweile etwa 120.000 Juden im Land, aber nicht alle heiraten traditionell oder juedisch. Und wenn man das erst mit den 500.000 vergleicht, die vor dem Krieg hier lebten..na, zumindest in Berlin kann man sich nicht beklagen, ich glaube, da gab es im letzten Jahr schon etwa sieben Hochzeiten :-) Oh, und hier der Link zum Artikel:

www.theyeshivaworld.com/news/General+News/24957/Photos:+70+Years+After+Kristalnact,+A+Frum+Wedding+in+Germany.html

Ushpizin anyone?

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Erinnert sich noch jemand an meinen Eintrag vom letzten Jahr zum Thema “Ushpizin”? Der von Shuli Rand, einem Baal Tschuva, produzierte Film, in dem ein religioes gewordener Jude an Sukkot von alten “Freunden” ueberrascht wird, die ihn gehoerig auf die Probe stellen, wurde vielfach ausgezeichnet und war auch an der Kinokasse ein Erfolg.
Um Shuli Rand ist es seitdem ruhiger geworden- der Schauspieler, der bereits vor diesem Film in Israel eine Beruehmtheit war, sucht das Rampenlicht nicht. Dafuer habe ich ihn jetzt wiederentdeckt- durch seine erste Cd. Und was fuer eine! Der siebenfache Vater hat zusammen mit seiner Frau eine regelrechte Perle produziert und wieder einen Erfolg gelandet, die Platte soll sich schon 50.000 Mal verkauft haben. Dabei singt der Breslaver Chassid dort nicht ueber wilde Naechte, sondern seine Beziehung zu G’tt und seinem alten Freund, dem bekannten israelischen Autoren Chanoch Levin. Dieses Lied ist eines der schoensten auf der Cd, aber laengst nicht alles. Man merkt, dass Rand seine Seele in diese Kompositionen gelegt hat, und ist beruehrt und fasziniert, sobald der Cd Player angeht. Viel Gitarre ist zu hoeren, es wird auch rockig, und manchmal muss man lachen ob der originellen Einfaelle, die sich der Musiker da geleistet hat. Ungewoehnlich ist auch der hohe Standard der Produktion- viele solcher Cds werden in wenigen Tagen und mit wenig Aufwand produziert, diese ist hochprofessionell.
Und dann erst das Cover! Ich musste sofort an Nirvanas Klassiker denken-hey, ein Chassid mit allem Drum und Dran im Pool, da ist ein schwimmendes Baby nichts dagegen!
Alles in allem unbedingt, unbedingt reinhoeren! Wer Chaim David, Shlomo Katz oder Rabbi Carlebach mag, dem wird diese Cd mit Sicherheit gefallen. Aber auch andere sollten die Cd ruhig antesten- keine andere zaubert einem so schnell ein Laecheln :-) ins Gesicht…