INCLUDE_DATA

Archiv für Januar 2008

Why marry jewish?

Sonntag, 20. Januar 2008

00000211.jpg

Unter diesem Titel gibt Doron Kornbluth einen mittlerweile europabekannten Vortrag und kommt damit auch nach Frankfurt: Am 27.1. wird er dort sprechen. Kornbluth ist für seine spannenden Reden bekannt und hat mittlerweile auch ein Buch mit dem gleichen Titel herausgebracht:

www.doronkornbluth.com

Im Rahmen eines Brunches sind dabei heiße Diskussionen fast schon garantiert… wer sich dafür interessiert, bekommt beim ecjs die notwendigen Informationen. Viel Spaß!

Wissenswertes zum Wegwerfen- Jüdische Zeitschriften

Samstag, 19. Januar 2008

angelsami0128.jpg

Der Titel dieses Beitrags soll keinesfalls dazu anregen, die hier vorgestellten Zeitungen und Zeitschriften in die Tonne zu treten! Nein, er bezieht sich vielmehr auf die Tatsache, dass diese Medien im Gegensatz zum Buch nicht langlebig sind, dafür aber meist aktueller.

Der Markt zum Thema jüdisches in Deutschland ist nicht groß, aber keinesfalls uninteressant. Am bekanntesten dürfte wohl die Jüdische Allgemeine sein ( www.jüdische-allgemeine.de ). Die vom Zentralrat der Juden in Deutschland herausgegebene Zeitung bemüht sich, soviele Themen wie möglich abzudecken: Vom Leben der einzelnen jüdischen Gemeinden über Israel bis hin zur jüdischen Religion, Sport und Wissen reicht das Angebot. Die schönste Seite aber ist die letzte- da wird im “Schlock Shop” regelmäßig ein besonderes Kleinod jüdisches Kitsches vorgestellt.

Mit jüdischem Kitsch beschäftigt sich auch das Monatsmagazin Aufbau
www.aufbauonline.com hin und wieder- meist liegt der Fokus aber auf Porträts. So geht es in der aktuellen Ausgabe unter anderem um Billy Joel, dessen Vater das heutige Versandhaus Neckermann gehörte und der von den Nazis vertrieben wurde, sowie um die englische Sängerin Amy Winehouse.

Wer erst einmal eine jüdische Familie hat, für den ist oftmals sehr wichtig, wie er die eigene Religion anschaulich vermitteln kann und Informationen zu spezifisch jüdischen Themen wir Brit Mila und jüdischen Kindergärten erhält. Mit all dem setzt sich das seit Oktober 2007 erscheinende Magazin “Familienmentsch
(www.familienmentsch.de/index.html auseinander. Die Zeitung richtet sich speziell an jüdische Eltern im deutschpsrachigen Raum und wurde seit ihrem Erscheinen sehr positiv aufgenommen.

Speziell auf den Schweizer Markt ausgerichtet ist das Wochenmagazin Tachles
( www.tachles.ch ). Dort werden neben Themen, die die Schweizer Gemeinden betreffen, auch Israel, Wirtschaft und Kultur besprochen.

Skiiiiiiiii-fahrn’!

Sonntag, 13. Januar 2008

header.jpg

Ich weiß nicht, ob jemand hier das zu diesem Titel passende, tiefgründige Skilied kennt, das mit Vorliebe nach den ersten gelungenen Abfahrten und anschließendem Schnaps zum Besten gegeben wird, aber es gehört auf jeden Fall dazu, wenn man sich in die Berge aufmacht. Und wer das vorhat, dem kann ich nur www.skijar.com ans Herz legen. Vom 19. bis 27. Januar geht es mit der jüdischen Organisation nach Chalets! Im Preis von 395 Euro sind ein Sechstage- Skipass, Sauna, Pool, Parties, ein traditioneller “Tisch” und einige Überraschungen enthalten.

jid_2008_01_screen.jpg

Wer nicht so sehr aufs Skifahren aus ist, kann ja mal den ehemaligen Oberrabiner Israels treffen- jaaaa, in Amsterdam ist das am 20.1.08 möglich. Da kommt Rabbi Israel Meir Lau, übrigens auch ein gefragter weil sehr guter Sprecher, nämlich zum “Jewish Identity day”. Daneben werden viele Gespräche und inspirierende Diskussionen übers Judentum laufen, man kann Bücher und allerlei aus Israel kaufen und ganz nebenbei auch Amsterdam selbst erkunden. Alles weitere kann man dem Bild hier entnehmen :-)

Und wo wir gerade beim Thema jüdische Identität sind- soeben erfahre ich, dass Daniel Radcliffe, bekannt aus Harry Potter- Filmen, ebenfalls jüdisch ist! Na sowas! Der Name seiner Mutter erschien sogar einmal in der Jewish Chronicle, als sie einen Tanzwettbewerb gewann. Damit hat es sich aber auch mit dem Judentum: Laut eigener Aussage ist Daniel überhaupt nicht religiös.
www.youtube.com/watch?v=qp7IIvZuGdU

Alte und neue Erinnerungen

Sonntag, 06. Januar 2008

alte_bilder.jpg

Die ZEIT hat immer feine Artikel, wie sie überhaupt eine feine Zeitung ist. Diese Woche bringt sie einen fast klassischen Text, nämlich über deutsche Juden, die im Ausland (in diesem Fall in den USA) leben. Etwa 120.000 sind es gewesen, die damals von Deutschland aus ins “Land of the Free” flohen. Doch nicht nur ihre Erinnerungen sind es, die den Artikel interessant machen, auch die Art, wie darüber geschrieben wird, spiegelt deutlich den Trend der letzten Jahre wider, verstärkt die Deutschen hervorzuheben, die sich dem damaligen System nicht unterworfen haben:

Wenn Lotte Strauss erzählt, begreift man, dass die Vorstellung davon als absolute Finsternis und Verlorenheit nicht unbedingt zutrifft. Wäre es so gewesen, das Paar hätte keine Woche durchgehalten. Wie viele Mitwisser, augenzudrückende Nachbarn, passive und aktive Helfer, wie viele gewechselte Wohnungen sind nötig, um zwei Menschen unter den Bedingungen des Gestapo-Staates gut sechs Monate lang durch dessen Reichshauptstadt zu schleusen und am Ende quer durchs Reich über die grüne Grenze in die Schweiz?

Ja, möchte man da fragen, wieviele Mitmacher, spionierende Nachbarn, aktive und passive Helfer sind nötig, um ein System im Staat für andere gefährlich zu machen?

Wen die Forschung dazu interessiert, dem kann ich die Nachforschungen des Ehepaars Assmann über kollektives und Familiengedächtnis empfehlen:
www.bpb.de/files/0FW1JZ.pdf

Oh, und den besprochenen Artikel findet ihr hier:
www.zeit.de/2008/01/Emigranten?page=2

Einfach mal gut sein

Freitag, 04. Januar 2008

stille-taten-karte.jpg

…Geht das? Und vor allem wie geht das? “Die meisten Menschen, die ich kenne, halten sich für gute Menschen und würden auch gerne anderen helfen- aber wie? Bin ich schon ein guter Mensch, weil ich einer Bekannten zuhöre, wenn sie von ihren Krankheiten erzählt, oder geht unter Teilnahme an “Ärzte ohne Grenzen” gar nichts?

“Gutsein” , “ein guter Mensch sein” sind im Judentum keine schwammigen Begriffe, sondern sehr genau festgelegt. Ein Beispiel? Gibt man einem Bettler eine Münze, soll man ihn dabei freundlich ansehen, anstatt ihm achtlos eine Münze hinzuwerfen. Er ist schließlich kein Automat, sondern ein Mensch mit Würde. Kein Geld dabei oder keine Lust, etwas zu geben? Dann demjenigen wenigstens ein Lächeln schenken und kurz sagen “Leider kann ich heute nichts geben .”

Ob man gut ist oder nicht, hängt davon ab, ob man gerade nimmt oder gibt. Sage ich die Hilfe beim Umzug eines Freundes ab, weil ich nach der gestrigen Party zu müde bin, nehme ich. Halte ich meinen Mund, um unnötigen Streit mit jemandem zu vermeiden, bin ich in diesem Moment ein Geber. Ich gebe jemandem etwas- Zeit, Geduld, Geld- und kann so oft den gesamten Tagesablauf eines Menschen ändern! Wer kennt das nicht von sich selbst: Schlecht geschlafen, grummelig aufgewacht, miesepetrig zur Arbeit oder in die Uni gefahren- und da wartet dann die beste Freundin mit der Lieblingsschokolade auf einen, der Kollege hat die Papiere schon kopiert, der Freund abends bereits die Küche aufgeräumt…fantastisch.

Wer mehr praktische Inspirationen sucht, findet unter www.stille-taten.de jede Menge Tipps.
Und wer mal wieder für andere beten möchte: Unter www.pleasedaven.com findet man jede Menge Menschen, die Hilfe benötigen.

famiilie_37155.jpg