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Archiv für September 2007

Beratung zum Militärdienst in Israel

Sonntag, 23. September 2007

Für alle Unentschlossenen: Am 21. und 25. Oktober wird ein Vertreter der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) Wehrdienstpflichtigen für persönliche Beratungsgespräche in der Botschaft des Staates Israel in Berlin zur Verfügung stehen.

Die Treffen finden statt in der Botschaft des Staates Israel in Berlin, Auguste-Viktoria-Str. 74-76, 14193 Berlin. Ihre Vereinbarung erfolgt nur nach persönlicher Anmeldung unter der Email-Adresse cons-heb@berlin.mfa.gov.il oder per Fax: 030-89045519. Interessenten werden gebeten, das Thema des Treffens, ihren Vor- und Nachnamen, ihre israelische Ausweisnummer und Kontaktdaten anzugeben.

Madonnas Liebe fuer Israel

Dienstag, 18. September 2007

Ungeachtet ihres Künstlernamens hat Madonna ja bekanntermassen eine Leidenschaft für Kabbalah entwickelt. Im Zuge dieser Leidenschaft besuchte sie nun auch eine “Kabbalah -Konferenz” in Tel Aviv und legte einen Zwischenstopp bei Schimon Peres in dessen Residenz in Jerusalem ein.

„Ich kann kaum glauben, dass ich die Gelegenheit erhalten habe, einen Toast auf das neue Jahr im Staat Israel auszubringen, mit dem Präsidenten, den ich so bewundere“,

so Madonna, die Peres eine Ausgabe des Zohar - was auch sonst? - überreichte. Er revanchierte sich dafür mit einer von dem israelischen Bildhauer Yaakov Agam gestalteten goldenen Bibel. Beide unterhielten sich über den Friedensprozess und die Möglichkeiten, wie Künstler und Prominente diesen unterstützen koennen. Und da hat Madonna anscheinend grosse Pläne:

„Sagen Sie mir, was ich tun soll, Herr Peres, denn ich bin in Israel verliebt.“

Nun, die Sängerin ist ja für ihren Ehrgeiz bekannt, und wenn sie es tatsächlich schaffen sollte, Frieden zu bringen, nennen wir sie gerne Esther! Nur an ihren Vorstellungen von Kabbalah sollte sie noch arbeiten- sooo einfach ist die jüdische Geheimlehre ja dann nun doch nicht. Wer das mit ihr diskutieren möchte, sollte am kommenden Wochenende die Augen offenhalten: Madonna plant nämlich, auch Jom Kippur im Heiligen Land zu verbringen.

Sündiger Sound?

Montag, 17. September 2007

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Über diese Statistik bin ich schon so oft gefallen, jetzt muss ich sie hier vorstellen: Die Rand Corporation, ein sogenannter Think Tank aus den USA, hat eine Studie mit 1200 Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren durchgeführt, sie vier Jahre lang beobachtet und nach ihren sexuellen Erfahrungen und musikalischen Vorlieben befragt. Und was kam heraus? Hörten die Jugendlichen Hip Hop und Rap, vor allem den, der Machotum betonte, so hatten sie früher Sex als ihre Altersgenossen und hatten sich auch fast doppelt so häufig sexuell betätigt- unabhängig vom Geschlecht. Angesichts dessen, was da besungen wird, eigentlich keine wirklich überraschene Erkenntnis….

Rabbi Gurevitsch niedergestochen- Taeter gefasst

Sonntag, 16. September 2007

Gegen einen 22jährigen Deutschen afghanischer Abstammung wurde nun Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung beantragt. Er bestreitet jedoch, den Rabbiner mit “Scheiß-Jude, ich bringe dich um” beschimpft zu haben. Gurevitsch wurde letzten Freitagabend im Frankfurter Westend durch Messerstiche in den Bauch schwer verletzt.

5768- ein ganzes Jahr Schabbat

Sonntag, 16. September 2007

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Das juedische Jahr ist erst ein paar Tage alt und schon ein ganz besonderes- es ist ein Schmitta- Jahr. Alle sieben Jahre, so schreibt die Torah vor, muss das Land Israel von jeglicher Feldarbeit ruhen und darf nicht von Juden bearbeitet werden.

Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seine Früchte einsammeln. Aber im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, daß die Armen unter deinem Volk davon essen; und was übrigbleibt, mag das Wild auf dem Felde fressen. Ebenso sollst du es halten mit deinem Weinberg und deinen Ölbäumen.

Schmot (2. Buch Mose) 23:10-11

Obst und Gemuese, das in den kommenden 13 Monaten dennoch waechst, darf daher nicht gegessen werden. Das heisst im Klartext: Religioese israelische Bauern legen dieses Jahr die Haende in den Schoss und legen damit ein Gottvertrauen an den Tag, das beeindruckend ist - schliesslich ist das Einkommen eines ganzen Jahres in Gefahr. Dieses grosse Vertrauen wird laut der Torah belohnt:

Und wenn ihr sagt: Was sollen wir essen im siebenten Jahr? Denn wenn wir nicht säen, so sammeln wir auch kein Getreide ein -, so will ich meinem Segen über euch im sechsten Jahr gebieten, daß er Getreide schaffen soll für drei Jahre, daß ihr säet im achten Jahr und von dem alten Getreide esset bis in das neunte Jahr, so daß ihr vom alten esset, bis wieder neues Getreide kommt.

Vaikra (3.Buch Mose) 25:20-21)

Wie immer liegen die Dinge natuerlich komplizierter, als es den Anschein hat - ich werde daher in den naechsten Tagen, so hoffe ich, noch einiges dazu schreiben.

Krieg oder Frieden im neuen Jahr?

Mittwoch, 12. September 2007

Heute abend geht nach dem juedischen Kalender das Jahr zu Ende. Millionen Juden auf der ganzen Welt werden zwei Tage lang das juedische Neujahr feiern und sich mit Gebeten und dem Klang des Schofars auf die kommenden Herausfoderungen einstimmen. Zuvor ist es ein Gebot, sich bei seinen Mitmenschen fuer unachtsame Kommentare und aehnliches zu entschuldigen, damit man das neue Jahr in Frieden miteinander beginnen kann.

Und doch scheint der Frieden dieser Tage weit entfernt: Gerade haben israelische Flugzeuge eine Waffe in Syrien zerstoeren muessen, was wohl unumgaenglich war, aber zu Spannungen mit dem Land fuehrte. Um die Handlungsweise Israel bzw. dessen Armee besser zu verstehen, ist ein Film geeignet, der gerade in Berlin den silbernen Baeren gewonnen hat: “Beaufort”, der die letzten Tage der israelischen Armee im Libanon beschreibt.

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Ich habe ihn gestern gesehen und bin sehr beeindruckt von der enormen Praesenz dieses Films, der viel dem exzellenten Spiel seiner Darsteller verdankt. Es geht wenig um Politik und viel um den inneren Kampf der Soldaten, die sich angesichts des Verbots, sich zu wehren, hilflos fuehlen und wissen, dass die Bastion sowieso bald geraeumt wird. Der Tod ist allgegenwaertig, aber auch die eigenen Traeume. Im Fokus steht General Liras, dessen Traum, General zu sein, sich angesichts der schwierigen Lage mehr und mehr in einen Alptraum verwandelt hat. Ich habe mit jemandem gesprochen, der selbst im Libanon war, und erfahren, dass der Film sich an die Realitaet haelt, auch was die Atmosophaere innerhalb der Truppe angeht. In jedem Fall ein “Must see”, wenn man den Konflikt verstehen will.

www.bufor.co.il

In Deutschland ist man ob der Attacke auf Rabbi Gurevitsch in Frankfurt noch etwas nervoes. Wollen wir hoffen, dass dieses Jahr ein friedliches fuer uns alle wird und HaShem uns hilft.

Euch allen Shana Towa!

Die Idee des Messias im Judentum- Teil 3

Montag, 10. September 2007

Viele Fragen zum Thema Maschiach wurden nun schon beantwortet- aber eine der wichtigsten steht noch aus:

Was ist mit Jesus?

Wie bekannt, glauben Juden nicht, dass Jesus der Maschiach war. Angenommen, er existierte wirklich, und angenommen, er wird korrekt beschrieben, konnte er die Standards schlichtweg nicht erfüllen. Keine der bereits angeführten Dinge trat durch ihn ein. So erfüllte Schimeon ben Kosiba, als Bar Kochba bekannt, dieses Ideal schon eher: Er kämpfte gegen das römische Imperium und eroberte Jerusalem zurück. So wurde der Tempeldienst wieder eingeführt, und Bar Kochba schmiedete Pläne, den Tempel wieder aufzubauen. Zudem baute er eine provisorische Regierung auf und ließ Münzen in dessen Namen prägen. Dies war, was das jüdische Volk vom Maschiach erwartete; als Bar Kochba jedoch von den Römern getötet wurde, erkannte man, dass er nicht der Gesalbte sein konnte.

In der Geschichte haben viele behauptet, der Maschiach zu sein oder zu wissen, wer es sei: Bar Kochba, Schabtai Tzwi, Jesus, um nur die wichtigsten zu nennen. Alle jedoch sind gestorben, ohne die Mission erfüllt zu haben.

Die folgenden Stellen sind Beschreibungen des Maschiach und seiner Zeit:

isaja 2, 11, 42: 59:20
jeremiah 23, 30, 33; 48:47; 49:39
Esekiel 38:16
Hosea 3:4-3:5
Michah 4
Zephania 3:9
Zachariah 14:9
Daniel 10:14

Die Idee des Messias im Judentum- Teil 2

Sonntag, 02. September 2007

Gut, die Frage, wann er denn kommt, ist nicht leicht zu beantworten- aber was er tun wird, darüber gibt es eindeutige Aussagen:

Was wird der Maschiach tun?

Zuerst einmal die schlechte Nachricht: Bevor er kommt, wird es Krieg und Elend geben (Esekiel 38:16).

Er wird jedoch die spirituelle und politische Erlösung des Volkes Israel und der ganzen Welt einleiten, indem er alle Juden nach Israel bringt und Jerusalem wieder aufbaut (Isajah 11: 11-12, Jeremiah 23:8, 30:3, Hosea 3:4-5). Dort wird er eine Regierung errichten, die für Juden wie Nichtjuden gelten wird (Isaja 2: 2-4, 11:10, 42:1). Er wird den Tempel wieder aufbauen und den Dienst dort wieder einführen (Jeremiah 33:18; das ist auch der Grund, warum religiöse Juden bist heute keinen Streit um das Errichten eines Tempels begonnen haben). Durch ihn wird das jüdische Rechtssystem wieder im Land Israel eingeführt und die Sanhedrin, der oberste Gerichtshhof, erneut eingesetzt (Jeremiah 33:15).

Das messianische Zeitalter

Diese Periode wird in der jüdischen Literatur oft als “Olam Ha Ba”, die kommende Welt, bezeichnet. Dies meint keinesfalls die Zeit nach dem Tod, sondern die Zeit auf Erden nachdem der Maschiach erschienen ist. Sie wird durch die friedliche Existenz aller Völker und Nationen gekennzeichnet sein ( Isaja 2:4). Hass, Intoleranz und Krieg wird es nicht mehr geben, weil es dazu ja keinen Anlass mehr gibt. Manche meinen sogar, die Gesetze der Natur werden sich ändern, so dass Raubtiere nicht mehr jagen und die Ernte immer überdurchschnittlich gut ausfallen wird (Isaja 11:6, 11:9). Andere sehen in diesen Aussagen nur eine Metapher für den Frieden.

Alle Juden werden aus dem Exil nach Israel zurückkehren (Isaja 11: 11-12, Jeremiah 23:8, 30:3, Hosea 3:4-5). Das Yoveljahr wird wieder eingeführt.

In dieser Zeit wird die ganze Welt den Jüdischen G’tt als den einzigen wahren G’tt erkannt haben (Isajah 2:3, 11:10, Michah 4: 2-3, Zachariah 14:9). Es wird keine Morde, Diebstähle, keinen Wettbewerb und keine Eifersucht geben. Da die Wahrheit klar vor jedem liegt, wird es auch keine Sünde geben- die Konsequenzen sind doch zu offensichtlich (Zephania 3:13). Daher wird es auch keine Sündopfer, sondern nur Dankesopfer im Tempel geben. Ob diese dann wie früher aus Tieren bestehen, ist nicht sicher.